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Malacría
Eine Untersuchung des Gedächtnisses und der Erbschaften des Schmerzes
Wie wirken sich die Vergangenheiten, die in uns wohnen, selbst jene, die wir nicht kennen, auf die Gegenwart aus? Malacría, der beeindruckende erste Roman von Elisa Díaz Castelo, erforscht diese Frage durch die Genealogie von drei Frauen, die durch einen unsichtbaren Faden der Gewalt verbunden sind.
Die Handlung nimmt an einem Morgen Fahrt auf, als Perla, nachdem sie die Hunde gefüttert hat, das Haus verlässt und nicht zurückkehrt. Stunden später beginnt ihre Tochter Ele eine Suche, der sich Jeni, Perlas Partnerin, und Valeriana, eine liebenswerte Hündin, die im Erzählverlauf eine zentrale Rolle einnimmt, anschließen. Während sie den Spuren nachgehen, die die Vermisste hinterlassen hat – wie Teile eines unvollständigen Puzzles – tritt die Familienvergangenheit durch fragmentarische Überreste hervor: ein altes Buchhaltungsheft, das als Tagebuch dient, Sprachnachrichten und Alltagslisten.
Durch diese Einblicke in die Innenwelt ihrer Protagonistinnen entfaltet sich Malacría als ein intimes Fresko der weiblichen Erfahrung im Mexiko des 20. Jahrhunderts und der Anfänge des 21. Jahrhunderts. Im Stil klassischer Tragödien stellt der Roman eine scharfe Frage: Könnte es sein, dass das, was wir erschaffen, um uns vor dem Trauma zu schützen, genau das ist, was uns letztlich darin gefangen hält?
„Familiäre Wunden werden vererbt, sagt uns dieses so kraftvolle und schöne Buch, das Elisa Díaz Castelo uns schenkt. Aber es fragt auch, ob diese Wunden, über den Körper hinaus, sich bis in die Sprache ausdehnen können. Ich glaube ja, denn aus diesem Buch bin ich verletzt, aber auch geheilt hervorgegangen; ich bin geschlagen, aber auch gesegnet worden.“ — Luna Miguel
„Elisa Díaz Castelo hat einen wunderschöne und bewegenden Roman über Wunden, Erbschaften, Verlust und den Körper geschrieben, der manchmal sprachlos, aber niemals sprachlos bleibt.“ — Mónica Ojeda