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Historia de la homosexualidad masculina en Occidente: 906 (Mayor)
Es gibt keine einheitliche und daher universelle Geschichte der Homosexualität. Diese Geschichte wurde aus einer „integrationistischen“ Perspektive aufgebaut, die die Entwicklungen der Homosexualität in die großen Prozesse der Sozial- und Politikgeschichte einbettet, dabei eine ausgewogene Analyse der Praktiken, der Darstellungen und der Diskurse kombiniert, verschiedene Quellen miteinander verknüpft und geografische sowie historisch-ethnografische Untersuchungen mit der Geschichte der Konzepte (theologisch-moralisch, philosophisch, wissenschaftlich) und der Bilder (plastisch, literarisch, werblich) abwechselt. Die Geschichte der männlichen Homosexualität im Westen ist entlang von drei großen Achsen organisiert. Erstens die Untersuchung der Kontroll- und Verfolgungspraktiken, die von verschiedenen sozialen Institutionen und historischen Epochen ausgeübt wurden. Zweitens die Formen des Widerstands, die darauf abzielten, lebenswerte Räume, ein eigenes Umfeld und gegebenenfalls eine Subkultur oder eine Protestbewegung in jeder Epoche zu schaffen. Schließlich geht es auch darum, die Formen von Identität und Subjektivität zu erfassen, die in dieser spannungsvollen Beziehung zwischen Machtausübung und den Herausforderungen der individuellen Freiheit entstanden sind. Das Ergebnis ist ein ambitioniertes Werk, dessen streng akademische Kanten geglättet wurden und das eine zugängliche Sprache sucht, die für ein größeres Verständnis notwendig ist.